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AfD: Uns läuft die Zeit davon! Keine Trippelschritte!

„Es gehört sicher zu den Themen, welche den Geraern am meisten am Herzen liegen, und bei keinem herrscht wohl auch solche Einigkeit: Die Wiedereröffnung des ehemaligen Tietz-Kaufhauses als Bedingung und Start für die dringend erforderliche Innenstadtbelebung“.
Dieser Ansicht ist Dieter Laudenbach von der Geraer AfD. Und er fährt fort: „Deshalb wurde auch die Bereitstellung von 5,8 Millionen Euro Fördermittel des Bundes durchweg positiv aufgenommen. Bei vielen bestand die Hoffnung, dass nach jahrelangen Diskussionen nun endlich Bewegung in die Sache kommt.

Aber: Ursprünglich war geplant, das gesamte Areal zwischen Sorge, Rudolf-Diener-Straße, Leipziger und Humboldtstraße mit all seinen Gebäuden und Freiflächen grundlegend und attraktiv umzugestalten. Das Zauberwort lautete: Tietz-Quartier!

Jetzt jedoch geht es nur noch um die Ertüchtigung von zwei Etagen im alten Kaufhaus. Dort soll die Bibliothek untergebracht werden. Aufwertung der Sorge und Abwertung von Puschkinplatz und Neuer Mitte?

Fördermittel und ein Eigenanteil der Stadt in Höhe von ca. 600.000 Euro müssen jedoch gut platziert werden.“

Laudenbach begrüßt, dass überhaupt Bewegung in das seit 2003 leerstehende Objekt kommt, äußert jedoch zugleich die Befürchtung, das Gesamtprojekt könnte für die Beteiligten, also Investor und Stadt, eine Nummer zu groß sein. In Anbetracht der städtischen Finanzen und der nun offensichtlich favorisierten Politik der Trippelschritte stehe zu befürchten, dass es bis zu einer echten Wiederbelebung des Viertels noch Jahrzehnte brauche. Ein schlüssiges Konzept fehlt seit Jahren.