Dieter Laudenbach (AfD) regt Debatte über Bahnverbindung Gera- Wünschendorf- Zwickau an
Nachdem der „mdr“ zu Beginn des Jahres darüber berichtet hatte, dass die DB- AG prüfe, ob und welche der einst stillgelegten Bahnstrecken wieder in Betreib gehen könnten und dabei auch Thüringer Relationen erwähnt wurden, wollte der Geraer AfD- Landtagsabgeordnete Dieter Laudenbach mittels einer „Kleinen Anfrage“ von der Thüringer Landesregierung wissen, ob ihr Kenntnisse darüber vorlägen, in wieweit die Verbindung Wünschendorf- Werdau in die Prüfung einbezogen ist.
„Um es kurz zu machen, es gibt seitens der Landeregierung keine Kenntnisse und auch keine eigenen Aktivitäten diesbezüglich.“ so Dieter Laudenbach, nachdem die Antwort nun vorliegt. Und er erklärt, was ihn dazu bewegt hat, sich des Themas überhaupt anzunehmen.
„Die beiden Oberzentren Gera und Zwickau liegen Luftlinie nur rund 40 km auseinander, besitzen aber praktisch keine vernünftige Verbindung mittels öffentlicher Verkehrsmittel. Wer den Zug benutzt, muss über Glauchau fahren, was einen erheblichen Mehraufwand an Zeit und Kosten bedeutet. Würde die genannte Strecke als Teil einer länderübergreifenden Verbindung (Gera)- Wünschendorf-Werdau- (Zwickau) hingegen wieder in Betrieb gehen, so ergäben sich nach unseren Berechnungen Einsparungen bei Entfernung und Fahrzeit von rund 30 % und beim Fahrpreis von ca. 20%. Diese Zahlen lassen es mich als sinnvoll erscheinen, auch diese Schienenverbindung einer genaueren Überprüfung zu unterziehen.“
Laudenbach verweist auch auf die derzeit stetig steigende Bedeutung öffentlicher Verkehrsmittel und erinnert daran, dass die Situation von heute nicht mehr mit der der 90er Jahre vergleichbar ist, als die große Stillegungswelle auch diese Strecke erfasste. Zugleich aber betont er, dass für ihn ein solches Unterfangen nur im Falle einer positiven Wirtschaftlichkeitsüberprüfung in Frage käme und nicht, weil Bahnfahren gerade wieder „irgendwie chic“ sei.
Zum Schluss bringt er noch einen weiteren interessanten Aspekt ins Spiel.
„Die Züge der Vogtlandbahn fahren von Zwickau aus bis nach Klingenthal. Käme es nun zu einer Verknüpfung der beiden Streckenäste, so wären durchgehende Züge von Gera in die Wintersportzentren Klingenthal und Schöneck die Folge. Ein interessantes Gedankenspiel für beide Regionen, wie ich finde.“