Laudenbach (AfD): Ein verarmtes Land hält dem Virus erst recht nicht stand.
Unter der Überschrift “Dramatische Situation im Thüringer Gastgewerbe“ veröffentlichte die OTZ am 12. Januar eine Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes. Demnach befürchten mehr als drei Viertel der Unternehmer der Branche, ihre Existenzgrundlage zu verlieren, ein Viertel plant bereits konkret, ihren Betrieb zu schließen.
Der Geraer AfD- Landtagsabgeordnete Dieter Laudenbach, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses, ist selbst seit dreißig Jahren als Gastronom tätig und kennt auch von daher die derzeitige, katastrophale Situation.
„Ich befürchte, wir werden nach dem Ende des Lockdowns unsere Innenstädte nicht wiedererkennen. Noch mehr Sorgen aber bereiten mir jene Regionen, welche bisher- oft genug mehr schlecht als recht- vom Tourismus lebten. Diese werden gerade auf eine Abwärtsspirale geschickt, wie es sie seit Anfang der 90er Jahre nicht mehr gegeben hat. Die in Größenordnungen nun wegbrechende Existenzgrundlage gerade junger Menschen wird zu einer weiteren Abwanderung aus den ländlichen Regionen führen, deren Folgen man sich ausrechnen kann: Schulschließungen, Ausdünnung des öffentlichen Verkehrs, sinkende Kaufkraft und dadurch weitere Geschäftsaufgaben usw.“
Laudenbach fordert von den Regierungen eine klare Perspektive. „Wenn die Infektionszahlen trotz Lockdown nicht sinken, müssen wir diesen irgendwann abbrechen. Und dann brauchen wir einen Plan B. Ein verarmtes Land wird dem Virus erst recht nicht standhalten!“