Laudenbach (AfD): Friedlicher Schweigemarsch und trotzdem Verletzte? Was lief schief beim Geraer Polizeieinsatz?
Am Samstag fand, wie in zahlreichen anderen Städten auch, in Gera eine Demonstration gegen die Verantwortlichen der Corona- Maßnahmen statt, deren Teilnehmerzahl zwischen 300 und 500 angegeben wurde. Die als Schweigemarsch durchgeführte Veranstaltung blieb dabei weitgehend friedlich, zumindest von Seiten der Teilnehmer her.
Für den Landtagsabgeordneten Dieter Laudenbach von der Geraer AfD ist es besonders bemerkenswert, dass diese wie auch andere Aktionen offenbar völlig parteiunabhängig organisiert wurden.
„Ich finde, es bekommt eine neue Qualität, wenn der Protest nunmehr allein aus der Bevölkerung heraus entsteht. Die Vielfalt der Teilnehmer, welche sich dort für eine gemeinsame Sache starkmachen, frei von sozialer Herkunft oder politischen Links- Rechts- Schemata, erinnert mich schon an den Früherbst 1989, als sich ebenfalls völlig unterschiedliche Menschen zusammenfanden, einzig geeint von dem Willen: So nicht mehr! Dass der Schweigemarsch dabei friedlich verlief, ehrt die Teilnehmer umso mehr. Leider übte die Polizei offenbar nicht die gleiche Zurückhaltung wie die Demonstranten, sodass es schließlich doch noch zu Szenen der Gewalt kam, welche mehr als unangemessen scheinen. Die Bilder des erheblich verletzten Teilnehmers kursieren ja seit heute im Netz und machen eine Einschaltung der Politik nun wohl doch noch im Nachhinein erforderlich.“
Laudenbach verlangt vom Innenminister Maier, die Vorgänge vom vergangen Samstag prüfen zu lassen.
„Das Gebot von Verhältnismäßigkeit und zur Deeskalation scheint mir hier in Schieflage geraten zu sein, und es bleibt zu prüfen, inwieweit von Seiten der Einsatzleitung, insbesondere durch eine namentlich genannten erantwortlichen Beamten der Geraer Polizei, hier ein Versagen oder Schlimmeres vorliegt!“